Bevölkerungswachstum

Montag, 31. Oktober 2011

Denkanstöße (5): 7 Milliarden

Bevölkerungswachstum

Montag, 23. November 2009

Vom Schwinden der Deutschen...

40 bis 60 Prozent des Anstiegs der Kohlendioxid-Emissionen seien auf das Bevölkerungswachstum zurückzuführen, erklären der UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA) und die Deutsche Stiftung für Weltbevölkerung.

Hört, hört: Ein Tabu ist gebrochen.

Mehr Verbraucher verbrauchen mehr.

Mehr Verschmutzer verschmutzen mehr.

Eigentlich eine einfache Rechnung. Doch darüber hat man nicht gesprochen. Im Gegenteil.

Menschen ohne Nachwuchs gelten eher als Egoisten, die pro Kopf mehr Ressourcen verbrauchen als Familienmenschen. Ja, wenn man nur den Moment in Rechnung stellt, stimmt das im Schnitt sogar.

Es soll nun aber anscheinend doch so etwas wie eine Zeitdimension geben in unserer Wirklichkeit. Wie sieht denn die Ökobilanz der kinderlosen „Egoisten“ im Vergleich zu den angeblich so „genügsamen“ Reproduzenten aus? Das hängt vor allem vom Multiplikationsfaktor ab. Nach mehreren Generationen ist die Rechnung wohl jedem klar.

Gut. Jeder soll sich nach seinem Gusto vermehren (dürfen). Eine Ein-Kind-Politik wie in China ist keine humane Lösung. Aber jedeR soll sich überlegen, was es ihr/ihm wert ist, sich zu vermehren. Mich stören die nicht enden wollenden Begehrlichkeiten der angeblichen „Altruisten“: mehr Kindergeld, noch mehr Kindergeld, Steuerabzüge für Kinder, noch höhere Steuerabzüge, Krippen zum Nulltarif oder noch günstiger, damit die „Altruisten“ mit Vollgas arbeiten können und der Nachwuchs auf Staatskosten erzogen und durchgefüttert wird.

Das ist nichts anderes als eine Umverteilung der Einkommen von den „Egoisten“ zu den „Altruisten“. Begründet wird dies mit der späteren Nützlichkeit des Nachwuchses für die Gesellschaft.

Dass jedeR seinen Beitrag für Schulen, Ausbildungsstätten und Universitäten zahlt, ist völlig in Ordnung. Damit bezahlt sie oder er sozusagen seine eigenen Ausbildungskosten zurück. Im übrigen ist in Bildung zu investieren eh das Beste, was wir im Interesse aller tun können. Aber damit sollte die Subventionierung des Kinderkriegens auch beendet sein.

Gemäss Plänen der UNFPA sollen in Zukunft die Geburten vor allem in Lateinamerika, in Arabien und in Ost- und Südafrika zurückgehen, damit weniger Klimaschaden angerichtet werde.

Das Problem: Die Entwicklungshilfe hierzulande für die Familienplanung in der Dritten Welt ist im Vergleich zu 1995 halbiert worden. Und damals hat es schon nicht geklappt mit der Familienplanung...

Im Gegensatz zur Schweiz gibt es aber in Deutschland eine große Trendwende zu feiern. Deutschland nimmt bevölkerungsmässig seit etwa sieben Jahren schon minim ab. Super. Tonnen weniger Kohlendioxid sind garantiert.

Doch in allen Medien werden Abnahme der Bevölkerung mit Katastrophe gleichgesetzt und die angeblich fatalen Folgen des negativen Bevölkerungswachstums thematisiert. Reflexartige Dummheit der Brutpflegemotivierten und Wachstumseuphoriker oder berechtigte Sorgen? Ein Beispiel von Stern.de:

Deutschland Schlusslicht in Europa

In Deutschland war die Debatte um die richtige Familienpolitik am Montag erneut aufgeflammt, nachdem das europäische Statistikamt Eurostat denkbar schlechte Geburtenzahlen für Deutschland vorgelegt hatte. Den Statistikern zufolge sind die Deutschen beim Kinderkriegen europaweit Schlusslicht.


Soso: denkbar schlecht... Die demografische Entwicklung einer rückläufigen und immer älter werdenden Bevölkerung stellt allerdings einige Herausforderungen an uns alle. Doch sind diese auf lange Sicht vergleichsweise harmlos verglichen mit der Alternative einer weiter wachsenden Bevölkerung. Folgende Massnahmen würden helfen, die Probleme auf Grund der verbeulten Alterspyramide zu lösen:
  • Prävention und Gesundheitsvorsorge: Wenn Menschen sich im Rahmen der Megamaschine, die uns weitgehend beherrscht und einem die Verantwortung für sich selbst abzunehmen scheint, nicht mehr einfach gehen lassen, nicht mehr unnötig mit dreißig oder vierzig Jahren schon eine Altersdiabetes oder andere Zuvielisationskrankheit einhandeln, könnten viele medizinische Ressourcen, insbesondere Pflegekräfte, vom Unnötigen hin zum Unausweichlichen verschoben werden. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es finanzielle Anreize fürs Gesundbleiben und nicht, wie es heute leider der Fall ist, fürs – unnötige – Krankwerden.
  • Anstelle von Militärdienst, ab in die Alterspflege: Auch müssten gesunde jüngere Menschen möglicherweise verpflichtet werden, gewisse zumutbare Arbeiten in der Betagtenpflege ehrenamtlich zu übernehmen. Was früher Familien selbstverständlich aufgefangen haben, muss nun die Gesellschaft den entwurzelten Individuen zugute kommen lassen.
  • Höhere Kosten der Betagtenpflege müssten direkt über die steigende Arbeitsproduktivität gedeckt werden: Die Finanzierung dieser steigenden Kosten muss direkt bei den Unternehmen, bei den Wertschöpfenden gesichert werden. Unternehmen mit hoher pro Kopf-Produktivität, sprich mit hohem Automatisationsgrad, müssten entsprechend ihrer Wertschöpfung höhere Beiträge abliefern. Pro Kopf könnten, solange die Wirtschaft insgesamt immer höhere Produktivität erreicht, höhere Versicherungsbeiträge für die zu erwartende Betagtenpflege umgelegt werden.
  • Mit diesen Massnahmen würde der Einsatz von Robotern in der Betagtenpflege, wie er von Politik und Industrie hinter den Kulissen längst geplant ist – worüber man aber natürlich nicht gerne spricht – praktisch überflüssig werden.
Wir brauchen nicht mehr Deutsche, wir sterben nicht aus, auch wenn wir in 40 Jahren vielleicht nur noch 60 Millionen wären.

Wären nur noch 60 Millionen Deutsche irgendwie für irgendjemand wirklich ein Problem?

Donnerstag, 26. Februar 2009

Bevölkerungswachstum ohne Grenzen?

Nicht nur in Ländern der Dritten Welt wächst die Bevölkerung ins Ungesunde. Auch hier, mitten in Europa, wie dieser Beitrag zeigt:


26. Februar 2009, 10:20; Letzte Aktualisierung: 14:38
Wir sind 7,7 Millionen
Schweizer Bevölkerung wächst rasant

Die Schweizer Bevölkerung ist im vergangenen Jahr so stark gewachsen wie noch nie seit 1963. Die Zunahme betrug 106'700 Personen oder 1,4 Prozent. Damit lebten Ende 2008 in der Schweiz 7'700'200 Personen.

Diese Zahl umfasst die Schweizer Staatsangehörigen sowie alle ausländischen Staatsangehörigen mit Ausnahme der Personen mit Kurzaufenthaltsbewilligungen sowie der Asylbewerber. Zählt man diese Kategorien auch noch dazu, kommt die Schweiz auf 7,8 Millionen Einwohner.

Zwei Gründe

Die markante Zunahme der ständigen Wohnbevölkerung hat gemäss Angaben des Bundesamtes für Statistik (BFS) zwei Gründe: Erstens die gute Wirtschaftslage während des grössten Teils des Jahres 2008 und zweitens die Einführung der vollen Personenfreizügigkeit gegenüber 17 EU- und den EFTA-Mitgliedsländern per 1. Juni 2007.

Mehr als 85 Prozent des Wachstums sind auf Migrationen zurückzuführen. Der Wanderungssaldo (Einwanderungen abzüglich Auswanderungen) führte zu 55'800 neuen Einwohnern. Der Statuswechsel ausländischer Personen, die zuerst mit einer Kurzaufenthaltsbewilligung in die Schweiz gekommen waren, steuerte weitere 35'700 Personen bei.

Den Rest von 15'200 Personen machte der Geburtenüberschuss (Geburten abzüglich Todesfälle) aus. Überdurchschnittliche Zuwachsraten verzeichneten die Kantone Zürich, Aargau, Schwyz, Luzern, Zug, Freiburg, Waadt, Wallis und Genf.

(sda/bosl)


Bevölkerungswachstum in der Schweiz


Auch vergleichsweise moderat wachsende Populationen können sich ökologisch deutlich negativ auswirken, wenn es sich, wie im Falle der Schweizer um Zeitgenossen handelt, die durchschnittlich über vergleichsweise große Ressourcen verfügen. Viele Ressourcen kurbeln ihrerseits die Bedürfnisspirale an.

Ein Schweizer mehr auf der Welt verbraucht das x-fache an Rohstoffen und Energie eines zusätzlichen Äthiopiers und hinterlässt das x-fache an Müll.

Wir sind das Problem, nicht die andern.

Montag, 16. Februar 2009

Meditation

Manch einem hilft ein anschauliches Tool eher zur Erkenntnis als tausend Seiten Infos:

Weltbevölkerungsuhr: Die Bombe tickt

Weltweit fordern Schmalspurpolitiker höhere Geburtenraten, um die kollabierenden Sozialversicherungen in Zukunft zu sichern... Finanzielle Anreizprogramme zur Steigerung der Geburtenrate werden sogar realisiert, z.B. in Spanien und Singapur. Ein Problem wird damit angeblich gelöst, zugleich viele neue geschaffen. Die industrielle Produktion in entwickelten Ländern läuft zunehmend automatisiert ab, folglich werden viele der künftigen jungen Sozialversicherungsretter arbeitslos sein...

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